Grenzen frei für Dickhäuter!
In fünf afrikanischen Ländern soll das größte Schutzgebiet der Welt entstehen. Es ist das Kavango Sambesi Projekt, benannt nach den beiden großen Flüssen, die durch die fünf Länder Namibia, Sambia, Zimbabwe, Angola und Botswana fließen. Das Besondere des Projektes: Auch die Bewohner sind Teil der Schutzgebiete es entsteht kein klassischer Naturpark, in dem Dorfgemeinschaften keinen Platz mehr haben. Die Menschen sind sozusagen die natürlichen Wächter der Wildnis, verzichten auf die Jagd und den Trophäenhandel, so dass der Tierbestand wachsen kann und Touristen anlockt. Die Einnahmen aus dem Tourismus kommen direkt den Dörfern des Schutzgebietes zu gute, das eine Fläche von Deutschland und Österreich zusammen umfasst. Da es ein länderübergreifendes Schutzgebiet ist, müssen staatliche Grenzzäune abgebaut werden. Damit können Tiere, speziell die Elefanten, wieder ihren alten Wanderwegen folgen. So hoffen die Einwohner in Sambia, dass sich in ihrem Land endlich wieder ein Tierbestand aufbaut. Im Gegensatz zu Botswana gibt es in Sambia fast keine Wildtiere mehr. Das ist eine Folge der vielen Bürgerkriege in der Region. Das Wild war Nahrung für die Truppen. Finanziert wird das Kanvango Sambesi Projekt von der deutschen Bundesregierung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Das Fernseheteam begleitet Ralph Kadel durch die fünf Länder und zeigt, wie er unermüdlich die Menschen vor Ort für die Idee des größten Schutzgebietes der Welt gewinnen will. 'Denn', so sagt er, 'das Projekt kann nur mit den Menschen Erfolg haben und nicht gegen sie.'