"Giovanna d'Arco" von Giuseppe Verdi

"Giovanna d'Arco" von Giuseppe Verdi

Am 7. Dezember 2015 ist Riccardo Chaillys erste "inaugurazione" - seine erste Spielzeiteröffnung als neuer Musikdirektor der Mailänder Scala. Und zu diesem besonderen Anlass bietet der Maestro den Opernfreunden zwei ganz besondere Attraktionen. Zum einen kehrt erstmals seit ihrem Scala-Debüt 2011 Anna Netrebko an den Mailänder Musentempel zurück, und zum anderen hat Chailly ein Werk gewählt, das dort seit 150 Jahren nicht mehr aufgeführt wurde: Giuseppe Verdis "Giovanna d'Arco" war am 15. Februar 1845 an der Scala uraufgeführt worden, verschwand aber nach wenigen Jahren vom Spielplan - nicht nur in Mailand: die Geschichte der Jungfrau von Orléans, der Retterin Frankreichs im Hundertjährigen Krieg, zählt zu den eher selten gespielten Opern Verdis.

Zu Unrecht, denn mitreißende Chorszenen und bewegende Momente mit den Solisten garantieren höchsten Operngenuss für die über 2.000 Zuschauer im Opernhaus und Hunderttausende an den Fernsehschirmen.

Dass Anna Netrebko in der Rolle der Giovanna all ihre Qualitäten als Primadonna assoluta ausspielen kann, das hat sie vor zwei Jahren in Salzburg bewiesen, wo die Oper in einer konzertanten Aufführung zum Sensationserfolg geriet. Damals wie auch jetzt in der Neuinszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier mit dabei: Francesco Meli in der Rolle des französischen Königs, der sich in die tapfere Giovanna verliebt.

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