Geheimnis der Feenkreise

Geheimnis der Feenkreise

Namibia hat viele bekannte Seiten: die Etosha-Pfanne, die Skelettküste, das Diamantensperrgebiet, die Wüsten Kalahari und Namib. Doch das Land im Südwesten Afrikas birgt auch ein unerklärliches Phänomen: die Feenkreise. Wahrgenommen haben diese Feenkreise nicht nur Einheimische, sondern wahrscheinlich auch alle Forschungsreisenden und Namibia-Touristen, denn sie sind unübersehbar! Woher kommen diese mysteriösen Kreise? Sind sie eine Laune der Natur? Wer ist dafür verantwortlich? Fragen, denen Barbara Fally-Puskás in ihrer Dokumentation nachgeht. Wie mit dem Zirkel gezogen stechen vegetationslose Kreise aus dem dürren Gras der Steppe hervor. Nicht einer, nicht zwei oder drei, sondern Millionen, wie Luftaufnahmen zeigen. Von oben betrachtet, könnte das Bild den Titel tragen: rote Punkte auf gelbem Grund. Das ist das Faszinierende an den Feenkreisen: Während die drei bis zehn Meter großen, kreisrunden Stellen vollkommen kahl und unfruchtbar wirken, wächst rundherum ein Ring aus hohem und dichtem Gras - ein Anziehungspunkt für viele Lebewesen in der Wüste: Mäuse, Borstenhörnchen und Löffelhunde halten sich bevorzugt in der Nähe der Feenkreise auf. Feenkreise gibt es nur in extrem trockenen Gebieten des südlichen Afrikas - auf einem schmalen Streifen von der Küste bis etwa 160 Kilometer landeinwärts. Bislang sind sie ein naturwissenschaftliches Rätsel. Sind Meteoriteneinschläge dafür verantwortlich oder Pflanzen, die den Boden vergiften? Oder gibt es in einem der schönsten Naturparadiese Afrikas tatsächlich Feen, die beim Tanzen die kreisrunden Kahlstellen erzeugen? Daher der Name Feenkreise - das augenzwinkernde Eingeständnis, dass bis jetzt niemand genau weiß, woher diese Muster rühren.

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