Familienbilder

Familienbilder

DokumentationF / UAE  

'Identität ist das, was wir als Erbe hinterlassen und nicht das, was wir erben; das, was wir erfinden und nicht das, woran wir uns erinnern', so einst der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch. Dieses Zitat ist der Ausgangspunkt für den Dokumentarfilm 'Familienbilder', in dem die Regisseure Mais Darwasah, Nassim Amaouche, Erige Sehiri und Sameh Soabi ein Porträt ihrer jeweiligen Heimat zeichnen. Jeder horcht dabei auf das Echo, das die Verse des Dichters in ihm hervorrufen, und gewährt Einblicke in das Alltagsleben in seinem Land. Mais Darwasah lebt in der jordanischen Hauptstadt Amman. Ihre Eltern wurden aus ihrer Heimat vertrieben. In dieser Großstadt voller entwurzelter Menschen baut Mais sich eine eigene Identität auf. Der Algerier Nassim Amaouche kehrt mit seinem Vater an dessen Geburtsort in der Kabylei zurück. Als Kind wurde Nassims Vater unter den Trümmern seines zerbombten Elternhauses verschüttet. Im Hof graben die beiden Männer nach verschollenen Gegenständen aus der Vergangenheit. Erige Sehiri wuchs bei Lyon auf. Ihr Vater Amara verlässt nach der Revolution in Tunesien von heute auf morgen Frankreich und kehrt in sein Heimatdorf zurück. Erige kann den Kontakt zu ihm nur über Facebook aufrechterhalten - für Amara ein völlig neues Ausdrucksmittel. Sameh Soabi erzählt von seinem Kindheitsfreund Ahmad in Iksal, einem Dorf in Galiläa. Ahmad hat begonnen, sich neben dem Haus seiner Eltern eine eigene Bleibe zu errichten. Der Tradition zufolge darf er den Bau jedoch erst fertigstellen, wenn er verlobt ist. So macht er sich auf die Suche nach einer Braut.

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