Exakt extra

Exakt extra

70 Jahre nach Kriegsende ist das Kapitel der Besatzerkinder in Deutschland noch immer kaum aufgearbeitet. Schätzungen zufolge gibt es darunter mindestens 100.000 sogenannter "Russenkinder" - also Kinder sowjetischer Soldaten. Was diese eint: Sie sind fast alle vaterlos aufgewachsen, wurden häufig stigmatisiert und abgelehnt. Der Vater - ein Tabu, sowohl innerhalb der Familie als auch in der Gesellschaft. Diese Frauen und Männer sind inzwischen im Rentenalter. Für einige von ihnen ist jetzt die vielleicht letzte Chance, sich noch einmal mit ihrer Herkunft auseinanderzusetzen.

"Exakt extra" erzählt drei unterschiedliche Geschichten von Besatzerkindern: Jürgen Sch. investiert viel Geld, um über eine Gendatenbank seinen Vater zu finden. Winfried B. hat die lange verdrängte Geschichte seiner unglücklichen Kindheit in einem Buch aufgeschrieben. Und: Bei Elfrun J. nahm die Suche nach dem Vater ein Happy End - sie ist auf einen Halbbruder gestoßen, zu dem sie inzwischen regelmäßig Kontakt hat.

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