Europas legendäre Straßen

Europas legendäre Straßen

LandschaftsbildFrankreich  

Die Via Publicae verband Braga mit Lissabon . An dieser Staatsstraße etablierten die Römer erste Industrien: Eisenverarbeitung, Steinbergwerke, Keramikherstellung sowie die Fischkonservierung mittels Salz. Der Handel blühte auf, Märkte entstanden und Städte entwickelten sich.

Nach dem Ausbau des Straßennetzes wurden auch die Häfen ausgebaut, zum Beispiel in Porto, dem ehemaligen Portus Cale. An den Ufern des Douro traf der Filmemacher Jeremy J.P. Fekete den letzten Bootsmacher der Rabelos, der traditionellen Portweinboote. Jahrhundertelang waren sie die einzigen Transportmittel für den begehrten Süßwein. Weiter südlich am Meer liegt Aveiro. Dort wird noch heute die 3.000 Jahre alte Fischfangmethode Arte Xávega mit Ochsengespannen angewendet.

Im Landesinnern, bei Conimbriga, dem größten römischen Ausgrabungsfeld Portugals, gewährt der Archäologe Virgílio Hipólito Correia Einblicke in die Kunst der Mosaike. Der schon früh besiedelte Ort wurde im Jahr 139 vor Chr. von römischen Truppen besetzt, und die römische Provinz Lusitanien entstand.

Unweit davon liegt Coimbra, eine der ältesten Universitätsstädte Europas und einst Hauptstadt Portugals. Coimbra steht auf den Ruinen der römischen Stadt Aeminium.

Dass das Straßenpflaster Portugals weit mehr verdient, als nur mit Füßen getreten zu werden, beweist die jahrhundertealte Steinlegetechnik, ein Erbe der Römer, die in Lissabon um circa 1500 erstmalig angewendet wurde. Von Lissabon aus verbreitete sich das kunstvolle Handwerk der Calceteiros bis nach Brasilien und China.

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