Europa - Nein Danke!

Europa - Nein Danke!

PolitreportageGB / D  

Am 1. Januar 1973 ist Großbritannien dem gemeinsamen europäischen Markt beigetreten; für viele Briten markiert dieser Tag das Ende von 'tausend Jahren Geschichte', da ihre Regierung (gefühlt) erstmals Teile ihrer Souveränität aufgegeben habe. 40 Jahre später reist ARTE durch England - und trifft die einflussreichsten und radikalsten EU-Gegner. Anders als in Frankreich oder Deutschland ist die Debatte über die Zukunft der EU in Großbritannien auch öffentlich voll entbrannt - fast jeden Tag muss Premierminister David Cameron sich und seine Europa-Politik erklären. Insbesondere ein Mann setzt Cameron dabei unter Druck: der Europaparlaments-Abgeordnete Nigel Farage von der UK Independence Party. Deutsche Medien haben ihn vor kurzem als 'einen der gefährlichsten Männer Europas' beschrieben. Farage: 'Allein die EU-Beamten müssten vor mir Angst haben, denn ginge es nach mir, würden sie alle gefeuert werden.' Farage glaubt schlicht, dass die EU zu viel Macht hat, die darüber hinaus nicht demokratisch legitimiert sei. Er will, dass sein Land so schnell wie möglich aus der EU austritt. Seine Umfragewerte steigen ständig. Die Dokumentation trifft Farages Parteifreunde in ganz England, allesamt überzeugte EU-Gegner. Darunter ein orthodoxer Rabbi in Manchester und ein Priester in London, der die EU mit der Sowjetunion vergleicht und behauptet, der Apparat in Brüssel sei das neueste Instrument der Deutschen, um Europa endgültig unter ihre Kontrolle zu bringen. ARTE besucht eine NGO, die alles daran setzt, ein Referendum in der EU durchzusetzen, sowie die Chefin einer neugegründeten Partei, der es allein darum geht, die Regierungspartei so lange unter Druck zu setzen, bis sie einem EU-Referendum zustimmt. Einer der bekanntesten Kolumnisten Englands, Peter Hitchens von der 'Daily Mail' beschreibt die Zunahme der Macht der EU über die Belange Großbritanniens als 'Putsch in Zeitlupe' und hält das Experiment 'EU-Mitglied England' für gescheitert: 'Der Rest der EU sollte uns endlich rauswerfen und diesen peinlichen Zustand beenden.

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