Eugène Delacroix

Eugène Delacroix

In der Woche vom 17. bis zum 29. Februar 1864 fand im Auktionshaus Drouot in Paris eine große Versteigerung statt, bei der unter anderem das Atelier des französischen Malers Eugène Delacroix unter den Hammer kam. Veranlasst worden war die Veranstaltung von dem Maler selbst, der engen Freunden und Verwandten am Vorabend seines Todes einige Gegenstände vermacht und dann entschieden hatte, sein gesamtes Atelier öffentlich versteigern zu lassen.

Unter den Gemälden, Aquarellen, Skizzen, Zeichnungen und Objekten des Künstlers, die zwölf Tage lang an die Meistbietenden gingen, waren auch die Skizzenhefte, die der Maler im Alter von 34 Jahren während einer Reise nach Marokko und Algerien mit Inspirationen gefüllt hatte. Aus den Zeichnungen, Aquarellen und Notizen in den insgesamt sieben Heften entstanden später rund 80 Meisterwerke, von denen einige bis heute zu den bekanntesten Werken des französischen Malers zählen, wie etwa "Die Frauen von Algier".

Heute gilt Eugène Delacroix als Begründer der Orientmalerei - dabei hatte seine Reise ursprünglich ein ganz anderes Ziel: Delacroix sollte dem marokkanischen Sultan Moulay Abd er-Rahman und den kommerziell stark in Marokko tätigen Briten eine Friedensbotschaft überbringen und nach der französischen Invasion in Algerien einige Wogen glätten.

Die Doku-Fiktion schildert die sechsmonatige Reise des französischen Malers von Ende Januar bis Juli 1832. Sie zeigt, wie sich Delacroix im frühen 19. Jahrhundert von der Exotik, der kulturellen Vielfalt und den üppigen Farben in Marokko inspirieren ließ, und wie aus den im Skizzenbuch festgehaltenen Lebens - und Alltagsmomenten seine großen Orientbilder sowie die flächige Farbenmalerei entstanden sind.

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