Es kommt der Tag

Es kommt der Tag

Judith Muller betreibt mit ihrem Mann Jean-Marc ein Weingut im Elsass. Dass Judith in Deutschland in den 70er Jahren aus politischen Gründen in den Untergrund ging, weiß ihre Familie nicht. Alice aber, die Tochter, die Judith damals zurückließ, hat diesen Verlust nie verwunden und spürt Judith in ihrer neuen Heimat auf. Als Alice Judith bei ihrem anscheinend so heilen Familienleben mit Jean-Marc und den Kindern Lucas und Francine beobachtet, bricht ihr lange aufgestauter Zorn hervor. Alice konfrontiert Judith mit der Vergangenheit. Sie will die wiederentdeckte Mutter zwingen, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen, will hören, dass Judith sich schuldig fühlt, weil sie ihre Tochter zurückließ, um Terroristin zu werden. Judith jedoch ist nicht bereit, ihre Ideale von damals zu verleugnen. Sie versucht, Alice ihren Einsatz für ein politisches Ideal verständlich zu machen. Alice dagegen beharrt auf ihrem Schmerz und verlangt, dass Judith sich als Buße der Polizei stellt. Als Alice Judiths Familie in die Auseinandersetzung hineinzieht, eskaliert der Konflikt zwischen den beiden Frauen.

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