Erwachsenwerden bei den Tsaatan

Erwachsenwerden bei den Tsaatan

In den verschneiten Ebenen der Mongolei leben die Nomaden der Tsaatan. In ihrer Lebensweise richten sie sich ganz nach dem Instinkt des Rentiers. Es bestimmt ihre Jahreszeiten, es bestimmt, wo sie ihre Zelte aufschlagen; es stellt ihre alleinige Lebensgrundlage dar. Umso härter trifft es den Stamm, wenn einige ihrer Tiere sich losreissen, um sich wild lebenden Herden anzuschliessen. Diese Ausreisser wieder einzufangen, ist eine sehr schwierige, zeit- und kräftezehrende Aufgabe, die die Tsaatan nur mit Hilfe von Lasso und Skiern, mit denen sie sich in der tief verschneiten Waldlandschaft besser fortbewegen können, bewältigen müssen.
So ergeht es auch Quisilol, der sich mit seinen achtzehn Jahren bei der Suche nach einem ausgerissenen Rentierbullen als guter Hirte beweisen muss. Nebenbei muss er sich auch als Bräutigam auf den Prüfstand stellen lassen. Denn von seinem Jagderfolg und dem Sieg über den Ausreisser-Bullen hängt ab, ob sein Heiratsantrag an die schöne Solongo die Zustimmung von deren Eltern finden wird. Der Film begleitet den jungen Mann und gibt anhand der Herausforderungen, denen er sich stellen muss, Einblick in die archaische und faszinierende Lebenswelt der Nomaden des Nordens.

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