Englands heimliche Hymne

Englands heimliche Hymne

Am 8. Mai 1945 tritt die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft, ganz England feiert den Victory in Europe Day. Auch die Londoner Bevölkerung bejubelt den Sieg der Alliierten. Menschenmassen versammeln sich vor dem Gesundheitsministerium, um ihren Premierminister Winston Churchill zu sehen. Als er zum zweiten Mal den Balkon betritt, dirigiert Churchill "Land of Hope and Glory", die heimliche Nationalhymne der Briten - und Tausende Londoner singen mit.
Der prachtvoll instrumentierte Marsch "Pomp and Circumstance" mit seinem erhabenen Mittelteil "Land of Hope and Glory" wird nicht nur im Commonwealth zu fast jedem feierlichen Anlass gespielt. 1902 erklingt der Marsch erstmals bei den Londoner Promenade Concerts, dirigiert von deren Gründer Sir Henry Wood. Seitdem ist er fester Bestandteil der "Last Night of the Proms" - bis heute. Er wurde auch als Englands Hymne bei den Commonwealth Games gespielt, für die sich alle vier Jahre die besten Sportler aus den Ländern des Commonwealth zu Wettkämpfen in verschiedenen Sportarten treffen. Auch deutsche Fußballclubs wie Bayern München haben die Melodie zu Fangesängen gemacht. In Italien hielt das Werk unter dem Titel "Santa Chiesa di Dio" sogar Einzug in die Kirchenmusik.
Axel Brüggemann und Axel Fuhrmann zeigen in ihrem Film, wo das Werk heute gespielt und gesungen wird. Dabei gehen sie der Frage nach, was Dirigenten, Musiker und das Publikum aller Schichten bis heute daran fasziniert. Aber die Dokumentation erzählt auch davon, wie der Komponist Edward Elgar am frühen Tod seiner Freunde und seiner Ehefrau zerbrach.

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