Elegie einer Reise

Elegie einer Reise

DokumentationFrankreich  

Von einer übermächtigen Kraft getrieben, unternimmt ein Mann allein eine Reise. Nachdem er weite verschneite Landschaften, Grenzen und ein Meer überquert hat, kommt er in ein fremdes Land. In seinem Tagebuch schreibt er ganz genau auf, was er sieht, und wem er auf seinem Weg begegnet.

Auf der Suche nach einem erträumten Europa begibt sich Alexander Sokurow auf eine Fahrt von Sankt Petersburg nach Rotterdam. In den schwierigen post-kommunistischen Zeiten setzen sich die russischen Intellektuellen und Künstler mit der quälenden Frage auseinander, was ihr Land mit Europa verbindet. Als Pendler zwischen dem klassischen Europa und dem Fernen Osten nimmt Alexander Sokurow eine Sonderstellung ein.

Auf seine sehr persönliche Art fragt er sich: Tragen die Gesichter unserer Zeitgenossen, die europäischen Landschaften des beginnenden 21. Jahrhunderts noch die lebendige Spur der "Idee von Europa", eines Europas, das für Sokurow Gleichgewicht und Harmonie verkörpert? "Elegie einer Reise", ein nächtlich-traumhaftes Poem, antwortet voller Nostalgie: Nur die Kunst zeugt noch von dem, was unwiederbringlich begraben ist. Das bringen die Gemälde von Hercules Pietersz Seghers "Flusstal mit Häusern" und Pieter Jansz. Saenredam "Marienplatz in Utrecht" zum Ausdruck.

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