El Perdido

El Perdido

Brendan O'Malley (Kirk Douglas) verschlägt es nach Mexiko. Hier bewirtschaftet seine frühere Geliebte Belle (Dorothy Malone) gemeinsam mit ihrem Mann John Beckenridge (Joseph Cotten) und ihrer halbwüchsigen Tochter Missy (Carol Lynley) eine Ranch. Beckenridge will nach Texas übersiedeln und dort seine Viehherde verkaufen, und er überredet O'Malley, sich dem Treck anzuschließen. Dieser lässt sich darauf ein, weil er hofft, Belle wieder für sich zu gewinnen. Auch der Texaner Dana Stribling (Rock Hudson) begleitet den Treck und macht keinen Hehl daraus, dass er O'Malley verfolgt, um ihn in Texas an den Galgen zu bringen, da er seinen Schwager erschossen und seine Schwester in den Selbstmord getrieben hat. Der gewiefte Revolvermann O'Malley hat keine Angst vor der Herausforderung Striblings. Er fühlt sich ihm in jeder Hinsicht überlegen. Auch bei Belle rechnet er sich Chancen aus, obwohl auch Stribling - nachdem Belles Mann bei einer Schießerei ums Leben gekommen ist - um die schöne Frau wirbt. O'Malley hingegen wird von der jungen Missy angehimmelt, der er sich erst zuwendet, nachdem sich Belle für Stribling entschieden hat. Als der Treck nach vielen Abenteuern endlich die Grenze nach Texas überschreitet, haben die beiden Rivalen Achtung voreinander gewonnen. Dennoch ist eine blutige Auseinander-setzung nicht zu vermeiden. Robert Aldrich ('Der Flug des Phoenix', 1965) ist mit 'El Perdido' ein geradezu lyrischer und dennoch äußerst spannender Western gelungen, der beinahe jedes Genre bedient. Starbesetzt, mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen versehen, bietet er menschliche und dramatische Verwicklungen und kreiert mit der Figur des O'Malley einen pathologischen Charakter, der dennoch - oder gerade deshalb - eine große Faszination auf seine Umwelt ausübt.

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