Eisbärenalarm an der Hudson Bay

Eisbärenalarm an der Hudson Bay

Hinter jeder Tür steht ein geladenes Gewehr. In allen Autos steckt der Schlüssel. Kinder werden unter Bewachung zur Schule gebracht. Schilder warnen: 'Nicht weitergehen: Eisbären!' Vier Wochen im Jahr 'steppt' in dem nur 1.000 Einwohner zählenden Städtchen Churchill an der Hudson Bay in Kanada der Bär. Der Ort liegt auf der Wanderroute der Eisbären. Den Sommer über haben die größten Landraubtiere der Erde nur wenig zwischen die Zähne bekommen. Jetzt warten sie darauf, dass die Hudson Bay zufriert und sie auf den Eisschollen wieder Robben jagen können. Bis es so weit ist und weil es aus den Restaurants von Churchill verheißungsvoll nach Fleisch und Donuts duftet, finden die Eisbären, sie könnten ein bisschen mitessen. Unerwartete Begegnungen sind also an der Tagesordnung. Doch die Menschen in Churchill haben gelernt, mit den Bären zu leben: Jeder der hinausgeht, wirft erst einmal einen vorsichtigen Blick in den Vorgarten oder um die Ecke. Und taucht ein Bär im Ort auf, kennt jedes Kind die Eisbärennotrufnummer. Bären, die sich in die Stadt vorgewagt haben, werden betäubt und ins 'Eisbärengefängnis' gebracht. Bis zu 40 Tiere können dort untergebracht werden. Sobald die Hudson Bay zufriert, werden die Tiere dann per Helikopter aufs Eis geflogen, ein Service, der die Provinz Manitoba eine Menge Geld kostet, doch die Bären sind geschützt und ziehen auch eine Menge begeisterter Besucher an. Das Filmteam hat die Eisbärenpatrouille begleitet und war dabei, als vorwitzige Bären ins 'Eisbärengefängnis' eingeliefert wurden. Außerdem besuchte es die Schule von Churchill und war in der Tundra dabei, wo Touristen in vergitterten Wagenburgen Eisbären in freier Wildbahn fotografierten, und es hat sich in einer Hütte umgesehen, die von einem Bären gründlich zerlegt wurde ... Abends beim Bier in der Kneipe wird dann Bärenlatein erzählt.

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