Einfach die Wahrheit

Einfach die Wahrheit

Die engagierte Staatsanwältin Charlotte Reinke (Katja Flint), erst kürzlich aus dem Wirtschaftsressort zur Sitte gewechselt, steht vor einem schwierigen Fall: Bei einer Vorvernehmung durch eine Gerichtspsychologin beschuldigt die achtjährige Laura (Paula Hartmann) ihren Vater Roman (Heiner Lauterbach) des sexuellen Missbrauchs. Doch während der Hauptverhandlung wiederholt das Kind seine Anschuldigungen nicht. Dafür kann Romans Anwalt nachweisen, dass Lauras erste Aussage unter dem Einfluss der Mutter Brigitte (Ursina Lardi) entstand. Diese hat die kürzliche Trennung von ihrem Mann nicht verwunden, der nun glücklich mit einer anderen Frau und deren Kindern zusammenlebt. Hat Brigitte ihre Tochter im Scheidungskrieg instrumentalisiert? Auch Charlotte kommen allmählich Zweifel, denn die Mutter verwickelt sich in Widersprüche. Ihr höflicher und eloquenter Mann entspricht zudem nicht dem Bild des pädophilen Triebtäters. Bei einer zufälligen Begegnung auf der Straße kann die Staatsanwältin sich selbst davon überzeugen, dass die kleine Laura sich vor ihrem Papi in keiner Weise fürchtet. Um Abstand zu gewinnen, zieht Charlotte sich mit ihrem Lebensgefährten Rainer (Hannes Jaenicke) ins Wochenendhäuschen zurück. Als dort völlig überraschend die kleine Laura auftaucht, nimmt der Fall eine unerwartete Wendung. In diesem beklemmenden Gerichtsdrama muss Katja Flint als ambitionierte Staatsanwältin die Seele eines Kindes retten. Charakterkopf Heiner Lauterbach und Ursina Lardi fechten einen erbitterten Rosenkrieg aus. Opfer ist die kleine Laura, in deren Rolle die Kinderdarstellerin Paula Hartmann eine beachtenswerte Leistung zeigt. Adolf-Grimme-Preisträgerin Vivian Naefe inszenierte die ungewöhnliche Mischung aus Familienfilm und Psychothriller nach dem überzeugend recherchierten Buch von Hardi Sturm und Peter Lohner. Gedreht wurde in München und Umgebung.

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