Eine Stadt, die wieder Worte findet - Brünn: Die mährische Metropole

Eine Stadt, die wieder Worte findet - Brünn: Die mährische Metropole

Dem Glanz und Schrecken der Brünner Geschichte begegnet man im Garten des Augustinerklosters am Fuße des Spielbergs. Hier legte Gregor Mendel mit seinen Kreuzungsversuchen 1865 den Grundstein der Genetik - und hier nahm 1945 der Brünner Todesmarsch seinen Ausgang. Die gegensätzlichen Gesichter der Stadt kennt kaum jemand so gut wie Jiri Kratochvil. Brünn ist das Lebensthema für den Grandseigneur der tschechischen Literatur, der uns durch die Stadt führt. Aber wir lernen auch Adam Ondra kennen, den jungen Kletter-Vizeweltmeister, der an den Felsen rund um seine Heimatstadt trainiert. Und Martin Malecek, der um Denkmalschutz für seine Plattenbausiedlung kämpft. Unter allem aber liegt eine zweite Schicht der Stadt - das abgewandte Brünn, die oft verdrängte Geschichte der Stadt. Die Kunsthistorikerin Katerina Tuckova gehört zu der jungen Generation, die anfängt Fragen zu stellen. Sie sucht nach den Spuren der Deutschen, die vor 65 Jahren hier ihre Heimat verlassen mussten.

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