Ein Spion in Peking

Ein Spion in Peking

1964 wird der junge, unscheinbare französische Beamte Bernard Boursicot vom chinesischen Geheimdienst manipuliert: Er verliebt sich in die verführerische junge Frau, die auf ihn angesetzt wurde, und begeht Landesverrat. Allerdings entpuppt sich die schöne Chinesin später als Mann. Fast 20 Jahre unterhielt Boursicot die Affäre mit Shi Pei Pu, einem Sänger der Peking-Oper. In dieser Zeit gab der Angestellte der Französischen Botschaft in Peking mindestens 150 geheime Dokumente an Shi Pei Pu weiter. Die unglaubliche, aber wahre Geschichte wurde von David Henry Hwang zu einem Bühnenstück verarbeitet und später von David Cronenberg in 'M. Butterfly' auf die Leinwand gebracht. Bernard Boursicot erklärte sich hier zum ersten Mal bereit, über das machiavellistische Psychodrama zu sprechen, dem er zum Opfer fiel. Er beschreibt, wie es ist, ein 'ganz normaler' Spion zu sein, erläutert, wie es dazu kommen kann, dass jemand sein Land verrät - und wie hoch der Preis dafür ist.

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