Ein Dorf im Kartschal-Gebirge

Ein Dorf im Kartschal-Gebirge

Maden heißt das kleine Bergdorf, das zwischen dem Katschkar- und dem Kartschal-Gebirge mitten in der Grenzregion der Türkei und Georgiens liegt. Hier leben die Bewohner noch wie in längst vergangenen Zeiten. Obwohl ihr Dorf inzwischen elektrifiziert ist, bestimmen nach wie vor die Jahreszeiten und die Natur das Leben der Menschen. Sieben bis acht Monate lang ist Maden eingeschneit und von der Außenwelt nahezu abgeschnitten. Dafür ist der viermonatige Sommer umso schöner. Doch auch diese Schönheit kann die jungen Leute nicht halten. Sie wandern ab, nur die Alten bleiben. Und die ursprüngliche Kultur der Adscharen, ihre Sprache, Musik und Geschichte, wird mit den Alten aussterben. Die Dokumentation zeigt diese weitgehend unbekannte Kultur am Rande Europas und ihre Traditionen. Außerdem begleitet sie die Dorfbewohner, die im Sommer mit Hausrat und Vieh auf die hoch gelegenen Wiesen ziehen und dort in Holzhäusern vier Monate lang leben. Die Menschen im Kartschal-Gebirge führen ein archaisches Leben. Die Moderne ist fern. Autos gibt es nur wenige, und die werden unterhalb des Dorfes abgestellt, weil die einzige Dorfstraße acht Monate im Jahr zugeschneit und unpassierbar ist. In dieser Abgeschiedenheit haben die Adscharen ihre Kultur aufrechterhalten können. Noch vor 400 Jahren war diese türkisch-georgische Grenzregion, die auch Adscharien genannt wird, georgisch und seine Bewohner waren Christen. Dann kamen die Osmanen, nahmen das Land ein und islamisierten die Bevölkerung. Filmemacher Halil Gülbeyaz hat im Lauf der Jahreszeiten das Leben der Frauen und Männer des Dorfes Maden in 2.200 Meter Höhe dokumentiert.

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