Durch den Nord-Ostsee-Kanal

Durch den Nord-Ostsee-Kanal

Der Nord-Ostsee-Kanal führt von Brunsbüttel nach Kiel-Holtenau. Die unterschiedlichsten Schiffe nutzen die Wasserstraße quer durch Schleswig-Holstein. Der Film folgt drei Seeleuten, die das Containerschiff 'Vera Rambow' durch den Kanal leiten. Ihr Kapitän Jürgen Rambke hat schon unzählige Male den Nord-Ostsee-Kanal passiert. Doch in der Kieler Förde steigt der Lotse zu, Nils Essig, der die 'Vera Rambow' durch die Oststrecke des Kanals bringen muss. Welches Schiff wann und wo im Kanal Vorfahrt hat, entscheidet der Verkehrsplaner Sven Krieg.

'Ich wollte weg von zu Hause, ich wollte was erleben!' 1968, als 14-jähriger ist Jürgen Rambke losgefahren, von Brunsbüttel in die Ostsee, als Schüler auf einem Holztransporter in den Weihnachtsferien. Aus dem Schiffsjungen ist erst ein Matrose, dann ein Kapitän geworden, der die Welt gesehen hat - und unzählige Male den Nord-Ostsee-Kanal. Gerade kommt er mit seinem Containerschiff, der 'Vera Rambow', wieder an, in Kiel-Holtenau. Passt die Passage? Schafft Rambke den 'NOK' endlich mal wieder unter zehn Stunden?

In der Kieler Förde steigt der Lotse zu, Nils Essig. Natürlich kennt er die 'Vera Rambow', die er jetzt durch die Oststrecke des Kanals bringen soll. Das Schiff ist modern, die Reederei ordentlich. Aber die 'Vera' ist auch eines der größten Schiffe im Kanal mit beinahe maximalem Tiefgang. Sie wird zum 'Langsamläufer' - und Essigs Job dauert länger. Ob er seine Frau, seine beiden kleinen Jungs nachher noch sieht, wenn er zurück ist, oder ob sie schon schlafen, wie so oft?

Der Verkehrsplaner im NOK hat geregelte Arbeitszeiten. Sven Krieg muss zur Frühschicht bei seinem Arbeitgeber sein, bei der WSV, der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Brunsbüttel. Ab Dienstbeginn wird er planen, welches Schiff wann und wo im Kanal Vorfahrt hat, und welches in der Weiche warten muss, bis der Entgegenkommer passiert. Seine Entscheidungen müssen Jürgen Rambke und Nils Essig umsetzen - und aushalten!

Gelernte Seeleute sind sie alle. Aber ist das noch der Beruf, den sie sich einmal ausgesucht haben? Nur noch Container, Behörden, Online-Formulare? Mit einer Crew aus fünf Ländern und längst ohne Zeit für die Stadt hinter dem Hafen? In Deutschland gibt es nur noch rund 6.000 Seeleute, und der Nachwuchs fehlt. Auf der 'Vera Rambow' gibt es Benedikt Scherhag, ein Junge vom Rhein und nun Schiffsmechaniker im dritten Lehrjahr: Warum hat er sich denn für die Seefahrt entschieden? 'Ich wollte weg von zu Hause, ich wollte was erleben...'

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