Dizzy Gillespie - Live von der Jazzbühne Berlin 1988

Dizzy Gillespie - Live von der Jazzbühne Berlin 1988

Die Jazzbühne Berlin, vom DDR-Rundfunk aus der Taufe gehoben, war für viele ostdeutsche Jazz-Enthusiasten das Fenster zur großen weiten Welt. Hier bekamen sie die Musiker zu sehen und zu hören, die sie meist nur von den wenigen bei Amiga veröffentlichten oder in die DDR geschmuggelten Schallplatten kannten. Etwa 130 Ensembles spielten seit 1977 auf der Jazzbühne des DDR-Rundfunks, darunter eine Reihe internationaler Spitzenbands.

Das Konzert mit dem Dizzy-Gillespie-Quintett war sicher eines der unvergessenen Highlights der Festivalreihe. Gillespie, der 1917 in South Carolina geboren wurde, ist einer der großen Stilisten der Jazzgeschichte. Nachdem der Trompeter in den späten 1940er-Jahren gemeinsam mit Charlie Parker den Bebop mitbegründet hatte, galt er seitdem als Vertreter des hippen Großstadt-Jazz mit starken Anleihen an Latino-Jazz-Rhythmen. Seine Popularität setzte er auch durchaus politisch ein, etwa für Musiker aus Kuba und Afrika.

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