Die Wollersheimer

Die Wollersheimer

Dokumentation 

Ein Lebensmittelmarkt soll in dem 660-Seelen-Dorf Wollersheim entstehen - ein kleiner, wie es sie eigentlich nicht mehr gibt, weil sie nicht überlebensfähig sind: ein Dorfladen.

Die Wollersheimer wollen ihn, damit sie als Dorf weiter bestehen können und nicht als Schlaf-Stadt enden, überaltert und ohne Nahversorgung. Sie wollen sich ihre Heimat erhalten und ein Beispiel gegen Landflucht setzen. Ein Dorf nimmt seine Zukunft selbst in die Hand.

Wollersheim ist winzig, gelegen zwischen Düren und Zülpich in der Voreifel süd-westlich von Köln. Es gibt eine Kirche, es gibt eine Kneipe - aber seit 20 Jahren keinen Laden mehr. Dem Dorf fehlt ein Geschäft, ein Treffpunkt, ein Ort der dörflichen Gemeinschaft. Und finanziell geht es ihnen auch nicht gut. Ein Sparkommissar hat zwischenzeitlich das Sagen in der Gemeinde Nideggen, zu der die Wollersheimer gehören. Die Wollersheimer merken: eine Rettung von außen wird es nicht geben. Von der Politik erwarten sie nicht mehr viel. Sie nehmen ihr Schicksal in die Hand und kämpfen um ihr Dorf und dafür, dass die Jungen nicht wegziehen müssen. Die Wollersheimer sind keine Protestbürger, aber auf die Straße gehen sie jetzt auch. Sie sammeln Stimmen und Geld für ihr Genossenschaftsprojekt. Dabei gehen mehr als zwei Jahre ins Land. In dieser Zeit passiert so einiges. Aus Nachbarn werden Geschäftspartner - in guten wie in schlechten Tagen. Doch am Ende steht der "Wollersheimer Dorfladen".

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