Die Toten der Sahara

Die Toten der Sahara

DokumentationUSA  

Die aufschlussreiche Expedition führt den US-amerikanischen Paläontologen Paul Sereno zum vierten Mal nach Gobero, einen archäologischen Fundort am Westrand der Ténéré-Wüste in Nigera. Im Laufe von drei Wochen macht der passionierte Wissenschaftler dort mehrere Entdeckungen. Auf dem ältesten Friedhof der Sahara stößt er auf Skelette zweier verschiedener Volksgruppen: die 'Tenerianer', Menschen mit leichten Knochen, und die robusteren, den Cro-Magnon-Menschen ähnelnden 'Kiffianer'. In ihren Gräbern entdeckt er Harpunenspitzen, Anhänger und andere rituelle Gegenstände. Ein Foto-Team erstellt mittels Laserscantechnik Aufnahmen der Fundstätte und ihrer Umgebung und rekonstruiert Gobero so, wie es vor wie 10.000 Jahren aussah. Sereno entdeckt ein ungewöhnliches Steinwerkzeug, dessen Ursprung er bis in einen 160 Kilometer entfernten uralten Steinbruch zurückverfolgt. Der bewegende Höhepunkt der Expedition ist die Entdeckung eines Doppelgrabs, in dem eine Mutter ihr Kind in den Armen hält. Und noch ein Fund versetzte das Team in Begeisterung: Kurz vor Ende der Grabungen entdeckten sie Hornschuppen urzeitlicher Krokodile. Weitere Enthüllungen und Entdeckungen folgten später im Labor, als ummantelte Fossilien geöffnet wurden und eingehenden Knochenanalysen unterzogen werden. Die Funde aus Gobero liefern neue Erkenntnisse über die Jungsteinzeit, die Wiege der modernen Zivilisation. Die Dokumentation erläutert außerdem, auf welche Weise ein dramatischer Klimawandel das Schicksal dieser geheimnisvollen Menschen beeinflusste und ihre Umwelt radikal veränderte.

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