Die Schönheit der Stimme

Die Schönheit der Stimme

Rund 600 Sänger weltweit bewerben sich jährlich für eine Ausbildung in Zürich, die auf ein bereits absolviertes Studium aufbaut. Zwölf von ihnen werden genommen. Der Leiter des Züricher Opernstudios, der frühere Weltstar Francisco Araiza, weiß, worauf es ankommt: 'Wichtig ist die Persönlichkeit und dass jemand etwas Eigenes zu sagen hat. Erst dann ist er ein Künstler.' Der umfassende Unterricht - von Sprachkursen bis zum Auftritt an der Oper - ist bestrebt, die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit stets zu fördern. Eine Erziehung, die effektiv ist: Die Züricher Absolventen sind weltweit begehrt - wobei es natürlich keine Garantie für die erfolgreiche Karriere gibt. Auch wenn die jungen Sänger im Prinzip wissen, worauf sie sich einlassen, so verlangt die Realität doch ungeahnte Opfer: Üben, üben und nochmals üben ist die Devise; das Leben spielt sich ein Jahr lang hauptsächlich in den kargen Proberäumen der Oper und den eher provisorischen Unterkünften der Eleven ab. Zeit, sich außerhalb der Oper um Freunde oder Familie zu kümmern, bleibt selbst bei Schicksalsschlägen kaum. Die Dokumentarfilmerin Sabine Gisiger hat drei junge Sänger über den Zeitraum eines Jahres begleitet. Der Zuschauer erlebt, was diese Menschen antreibt, wie sie in ihrem Beruf aufgehen und ihre Rollen erarbeiten, aber auch, wie sie an ihre Grenzen stoßen. Ob sie erfolgreich auf den Bühnen dieser Welt bestehen werden, weiß man nicht. Doch wie die jungen Menschen nicht nur als Sänger, sondern vor allem als Persönlichkeiten reifen, das zeigt dieser Film. ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer 'Streaming'-Fassung auf ARTE+7 bereit.

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