Die letzten Tage in Kenia

Die letzten Tage in Kenia

GesellschaftsdramaUSA / GB  

Sir 'Jock' Broughton kommt mit seiner jungen Frau Diana im Herbst 1940 nach Kenia, wo eine reiche Clique snobistischer Kolonial-Briten trotz des Krieges in Europa ihr Leben unbekümmert mit exzentrischen Partys, Alkohol und Sex genießt. Diana wird bald die Geliebte des aristokratischen Frauenhelden Josslyn Hay. Als man ihn eines Tages ermordet auffindet, ist das für die reichen Müßiggänger eine neue, prickelnde Sensation. Die attraktive Lady Diana hat ihren 30 Jahre älteren Mann Sir 'Jock' Broughton nur geheiratet, weil er reich ist. Reich und frivol ist auch die Clique im Country Club im verrufenen 'Happy Valley' am Fuße des Aberdare-Gebirges. Als Broughton mit seiner jungen Frau im November 1940 nach Kenia kommt, um dort Rinder zu züchten, schließen sich die beiden rasch der Happy-Valley-Clique an. Die snobistische Gesellschaft vertreibt sich die Zeit mit Polospielen, Trinkgelagen, Drogen und Partnertausch. Hahn im Korb bei den willigen Damen ist Josslyn Hay, ein gut aussehender Lebemann aus der ersten Familie Schottlands. Zwischen ihm und Lady Diana beginnt bald eine heftige Affäre. Broughton bleibt das nicht verborgen, nach außen hin reagiert er scheinbar gelassen und schlägt sogar ein festliches Abschiedsdinner vor, als seine Frau und ihr Liebhaber ankündigen, gemeinsam weggehen zu wollen. Am Morgen darauf wird Hay erschossen aufgefunden. Obwohl es für den Mord verschiedene Verdächtige gibt, konzentriert sich der Hauptverdacht auf Sir 'Jock', und so kommt es zu einem spektakulären Prozess ... Die kriminalistische Story basiert auf einem authentischen Fall. Michael Radford, durch die George-Orwell-Adaption '1984' international bekannt geworden, inszenierte die Geschichte als beißenden Abgesang auf die britische Kolonialherrschaft in Afrika. 'Sein Schwanengesang wird zu einem entlarvenden Gekrächze, das die Dekadenz und Langeweile jener unrühmlichen Tage britischer Fremdherrschaft aufdeckt', urteilt das Cinema-Filmlexikon.

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