Die Könige der Wiesn

Die Könige der Wiesn

Ein Jahr lang haben Kim Koch und Martin Tischner vier Wiesnwirte und ihre Familien begleitet, einen Einblick in ihr außergewöhnliches Leben bekommen und mit ihnen gemeinsam die Wiesn erlebt - im 'Schottenhamel', im 'Schützenfestzelt', in der 'Bräurosl' und beim 'Glöckle Wirt'. Wiesnwirt - das höchste und schönste Ziel für jeden Münchner Gastronomen: Wer eines der 14 Festzelte auf dem größten Volksfest der Welt betreiben darf, hat nicht nur hohe Umsätze, sondern vor allen Dingen auch eine Spitzenstellung in der deutschen und internationalen Wirte-Welt: Man gehört sozusagen zum 'Hochadel' und genießt auf der Wiesn fast königlichen Rang. Treu dem Motto 'nach der Wiesn ist vor der Wiesn' fängt für einen Wiesnwirt die nächste Saison an, sobald sein Festzelt abgebaut ist. Zwei Wochen Oktoberfest heißen ein Jahr Vorbereitung. Alleine könnte das kein Wiesnwirt stemmen, insbesondere wenn er gleichzeitig Chef einer Münchner Großgaststätte ist. Früher wie heute setzen sie in erster Linie auf die Unterstützung ihrer Familien: In der Regel arbeitet ein Wirtepaar zuerst bei den Eltern und später mit den Kindern, die quasi in den Betrieb hineinwachsen. Denn in der Gastronomie gibt es keinen geregelten Feierabend, wenig Freizeit und für Wiesnwirte sind Sommerferien schon deswegen nicht möglich, weil da die Vorbereitungen für das Oktoberfest auf Hochtouren laufen. Beruf und Familie sind also eng verzahnt - und die Wiesn der Höhepunkt des Jahres, an dem sich alles andere ausrichtet.

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