Die Heimkehrer

Die Heimkehrer

GesellschaftsreportageD  

Sie hat Jahre gebraucht, sich dazu durchzuringen. Und nun sitzt Gisela Kupper aus Bonn in einem Fernsehstudio in Dakar und wird gleich in der Sendung 'Gesucht im Senegal' auftreten. Mit 49 Jahren ist die Halbsenegalesin zum ersten Mal in Afrika und sucht ihren Vater. Viel mehr als seinen Namen weiß sie nicht und doch hofft sie, dass sich möglichst viele Zuschauer mit einer heißen Spur melden. 'Ich bin sehr deutsch', erzählt Gisela Kupper, aufgewachsen im überschaubaren Bonn, doch das Chaos auf dem Markt in Dakar gefällt ihr. Es ist als kehre die deutsche Familienberaterin heim und dass, obwohl sie jahrzehntelang ihre afrikanischen Wurzeln verleugnen musste. Als farbiges Kind wuchs sie in den 60er Jahren in einer Adoptivfamilie in Bonn auf. Das Afrikanische wurde einfach totgeschwiegen, obwohl Gisela ihr Anderssein jeden Tag zu spüren bekam. Deswegen hatte sie lange Zeit nicht den Mut, nach dem unbekannten senegalesischen Vater zu suchen, der nur für kurze Zeit in Deutschland war. Doch jetzt wagt sie Afrika - und erfährt eine ungeahnte Anteilnahme der Senegalesen an ihrem Fall. Sogar die hohe Politik schaltet sich ein, um Giselas Familie zu finden. Bei ihrer Spurensuche verwandelt sich Gisela auch äußerlich. Sie traut sich, ihr krauses Haar offen zu tragen und ein afrikanisches Kleid anzuziehen. Doch sie erlebt auch Enttäuschungen. Es melden sich angebliche Halbschwestern, die aber nicht miteinander verwandt sein können. Wird die fast 50-Jährige ihre afrikanische Familie finden und womöglich sogar ihren Vater? WELTWEIT begleitet Gisela Kupper bei ihrer überaus aufreibenden ersten Reise zu den afrikanischen Wurzeln.

Bewertung

0,0   0 Stimmen