Die Entdeckung der Heimat: Fontanes "Havelland" Die Entdeckung der Heimat: Fontanes "Havelland" Die Entdeckung der Heimat: Fontanes "Havelland" Die Entdeckung der Heimat: Fontanes "Havelland" Die Entdeckung der Heimat: Fontanes "Havelland"

Die Entdeckung der Heimat: Fontanes "Havelland"

RBB Live-TV RBB 18.12., 20:15 - 21:00 Uhr
LandschaftsbildD 201945 Minuten 

1873. Der 3. Band der Wanderungen durch die Mark Brandenburg ist erschienen: Das Havelland. Viel ist passiert seit Fontanes ersten Streifzügen. Preußen hat drei Kriege geführt. Erst gegen Dänemark, dann gegen Österreich, zuletzt gegen Frankreich. Und jetzt gibt es ein Deutsches Reich - unter Preußens Führung. Und mittendrin: Das alte Brandenburg. Fontane schreibt: "In Brandenburg schmeckt alles nach Kiefer und Kaserne!" Schauspieler Fabian Hinrichs, bekennender Fontane-Fan und der Presenter der Reihe, reist mit den Zuschauerinnen und Zuschauern in "Fontanes Havelland". Er kommt zum ehemaligen Mustergut der preußischen Industriellenfamilie Borsig nach Groß Behnitz, besucht die alte Ziegeleimanufaktur in Glindow, in der im alten Ringofen noch heute so wie vor 150 Jahren Ziegel gebrannt werden, und reist schließlich in das legendäre Dorf Ribbeck, dem Fontane mit seinem berühmten Gedicht vom Birnbaum ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Mit den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" gelingt Fontane der publizistische Durchbruch. Aus dem Lohnschreiber in Diensten der preußischen Regierung und dem "angestellten Scriblifax" wird ein anerkannter Reiseschriftsteller. Erst deutlich später, in den letzten Jahren seines Lebens, entstehen seine großen Romane, die ihn zum Meister des bürgerlichen Realismus machen und die zu den großen Werken der europäischen Literaturgeschichte gehören: "Frau Jenny Treibel", "Effi Briest", "Der Stechlin". Über das Havelland schreibt Fontane zum Schluss in seinen Wanderungen: "Der Tag neigt sich; der Sonnenball lugt nur noch blutrot aus dem Grau des Horizonts hervor. Ein roter Schein läuft über die grauen Wasserflächen hin. Nun ist die Sonne unter, die Nebel steigen auf und wälzen sich von Westen her auf die Stadt und unsere Turmstelle zu. Noch sehen wir, wie aus dem nächsten Röhricht ein Volk Enten aufsteigt; aber ehe es in die nächste Lache niederfällt, ist das schwarze Geflatter in dem allgemeinen Grau verschwunden. Das Havelland träumt wieder von alter Zeit." Die Dokumentationsreihe von Johannes Unger ist eine Hommage an das Werk Theodor Fontanes und eine Liebeserklärung an Land und Leute.

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