Die Elbe

Die Elbe

Die Elbe ist einer der großen deutschen Ströme. Auf ihrem Weg zur Nordsee fließt sie 727 Kilometer mitten durch Deutschland. Sie verbindet das weltberühmte Dresden und die ehrwürdige Elbmetropole Magdeburg mit Hamburg, Deutschlands Tor zum Meer. An den Elbufern liegen so vielgestaltige Landschaften wie die sächsischen Weindörfer, die sich dicht an dicht reihen, oder die nur dünn besiedelte Brandenburger Prignitz. Die Elbe ist ein seit Jahrhunderten vom Menschen geformter Kulturstrom. Doch immer öfter drängt der Fluss mit gefährlichen Hochwassern in seine Auen und alten Flussarme zurück: eine bedrohliche Naturgewalt aber auch Lebensader wertvoller Naturlandschaften. Weil es über 600 Kilometer keine Stauwerke gibt, die den Lauf des Flusses stören, konnten sich an der Elbe einzigartige naturnahe Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen erhalten, die vom jahreszeitlichen Wechsel der Wasserstände abhängig sind. Sie stehen im UNESCO-Biosphärenreservat 'Flusslandschaft Elbe', das sich über mehrere Bundesländer erstreckt, unter besonderem Schutz. Auch die Elb-Regionen der Westprignitz, dem nordwestlichsten Zipfel Brandenburgs mit der Stadt Wittenberge, gehören zum Biosphärenreservat. Aus einer ehemals typischen Industriestadt ist ein beliebtes Ziel für Fahrrad- und Naturtouristen geworden. Gleich hinter Wittenberge begann der berüchtigte 90 Kilometer lange Elbabschnitt der deutsch-deutschen Grenze mit meterhohen Stacheldrahtverhauen, Hundelaufgängen und kilometerbreiten Sperrzonen. Sogar Anwohner durften sie nur mit Sonderausweis betreten. Wo früher die DDR-Grenzer patrouillierten, führt heute der beliebte Elberadweg auf den Deichkronen entlang.

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