Der Wilde von Montana

Der Wilde von Montana

'Der Wilde von Montana' ist ein aktionsreicher, mit pointiertem Humor inszenierter Western, der nach seinem misslungenen Regiedebüt mit 'Die rote Schwadron' (1961) die zweite Karriere von Burt Kennedy (1922-2001) als einem der Spezialisten für Westernkomödien ('Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe', 'Latigo') einläutete. Zuvor war Kennedy als renommierter Drehbuchautor maßgeblich am legendären Western-Zyklus von Budd Boetticher mit Randolph Scott beteiligt gewesen. Montana im Jahr 1890. Der alternde Revolverheld Will Lane hat seinem verstorbenen Freund Carey versprochen, sich um dessen missratenen Sohn Lee zu kümmern. Will ist ein zäher Bursche, der schon einiges erlebt hat, doch dieser Job geht an die Grenzen. Der erfahrene Sheriff Jess Linley ist sogar der Meinung, dass Lees Erziehung eine 'mission impossible' ist. Denn der junge Lee ist ein Taugenichts, wie er im Buche steht. Während er die väterliche Farm verkommen lässt, verbringt er seine Zeit mit der Prostituierten Marietta und lässt sich bei Whiskey und Poker von seinen angeblichen Freunden systematisch ausnehmen. Um den verzogenen Halbstarken auf Vordermann zu bringen, greift der alte Haudegen Will zu einer radikalen Maßnahme. Per Zeitungsannonce sucht er eine geeignete Frau, die dem jungen Herumtreiber Manieren beibringen soll. Als Will mit der hübschen Annie Boley auf der Farm erscheint, willigt Lee zähneknirschend in die Heirat ein. Lee hofft, auf diese Weise sein Erbe nicht zu verlieren, über das der Alte vertraglich verfügt. Um Will zu täuschen, spielt Lee also für eine Weile den fleißigen und verantwortungsbewussten Ehemann. Wider Erwarten bewirkt Annies Gegenwart auf der Farm allmählich doch eine gewisse charakterliche Wandlung bei dem jungen Heißsporn. Die neue Situation bleibt Lees falschem Freund Jace nicht verborgen. Als Jace die Labilität Lees ausnutzen und sich dessen gesamten Besitz unter den Nagel reißen will, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung...

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