Der Tag, als die Grube explodierte

Der Tag, als die Grube explodierte

1. Juni 1988, 12.30 Uhr: Eine gewaltige Explosion erschüttert die Braunkohlegrube Stolzenbach im hessischen Borken. Tonnenschwere Trümmerteile fliegen durch die Luft, verletzen über Tage acht Männer schwer. In den kilometerlangen Stollen richtet die Explosion schwere Schäden an. Giftiges Kohlenmonoxyd breitet sich im Bergwerk aus, macht es zur Todesfalle für 57 Männer. Die meisten von ihnen sterben. Der Film beschreibt die größte Katastrophe in der Geschichte des deutschen Braunkohlebergbaus. Es ist gleichzeitig die spannende und beklemmende Schilderung einer Rettung, die niemand mehr für möglich gehalten hatte: Nach 65 Stunden in der Dunkelheit, tief eingeschlossen im Berg, werden sechs Männer gefunden und zurückgebracht ans Tageslicht. Zwanzig Jahre nach dem Unglück sprechen Überlebende und Angehörige der Toten noch einmal über ihre Erlebnisse - viele von ihnen zum ersten Mal vor der Kamera. Sie schildern bewegend und eindrücklich den Moment der Explosion, das verzweifelte Warten, die wundersame Rettung - und das Ende der Hoffnung für 51 Vermisste. Der Film räumt aber auch mit der Legende auf, die Katastrophe sei nicht vorhersehbar und das Drama von Borken unvermeidbar gewesen. Die Recherchen belegen: Bereits 21 Jahre vor dem Unglück hatten Aufsichtsbehörde und Gruben-Betreiber klare Informationen über die Gefahr einer Braunkohlenstaub-Explosion. Sie hatten sie schlicht vergessen.

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