Der Siegeszug der Wölfe

Der Siegeszug der Wölfe

Im Nordwesten Kanadas ziehen alljährlich im Frühling hunderttausend Karibus in die Tundra, um dort ihre Jungen zu gebären. Immer in ihrer Nähe - Wölfe. Der Biologe Dave Jones folgt ihnen mit dem Kanu den Porcupine hinab, einem Nebenfluss des Yukon, und hat dabei ein ganz besonderes Erlebnis: Über mehrere Stunden hinweg 'unterhält' er sich Auge in Auge über den Yukon hinweg - mit einem wilden schwarzen Wolf. Indem er dessen Heulen imitiert, fordert er das Tier immer wieder zur Antwort heraus und lockt ihn immer weiter den Hang hinab. Ein solches Verhalten wurde wohl noch nie gefilmt, und selbst erfahrene Wolfsbiologen bestätigen, so etwas so gut wie nie erlebt zu haben. Später erfährt Dave, warum es den Wolf so hartnäckig an diesem Uferabschnitt hielt: Er beobachtete eine weiße Wölfin mit ihren Jungen in freier Wildnis trotz modernster Technik noch immer ein ausgesprochen seltenes Erlebnis. Nur noch in wenigen Regionen lebt der Wolf so ursprünglich wie im Norden Kanadas. Jahrhundertelang verfolgte man ihn fast überall gnadenlos. In Deutschland ist er seit 150 Jahren ausgestorben. Doch dann entdecken Förster Spuren auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen. Die Biologin Gesa Kluth bestätigt: Es sind eindeutig Wolfsspuren. Einige Wochen später sieht sie ihn dann zum ersten Mal: den ersten deutschen Wolf, den Spuren nach Mitglied eines mindestens sechs Köpfe starken Rudels. Verquickt mit diesen beiden Erfolgsstorys zeigt der Film Wölfe weltweit, von der Wüste Israels über die Savanne Indiens bis zur Arktis. Weitere Hauptdarsteller sind jene Menschen, die mit vollem Einsatz um den Schutz und das Comeback der Wölfe kämpfen, u. a. im US-amerikanischen Yellowstone National Park, in den rumänischen Karpaten und in den Sümpfen Russlands.

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