Der Perlmuttknopf

Der Perlmuttknopf

DokumentarfilmD / F / E / CHI / CH  

In "Der Perlmuttknopf" verwebt der chilenische Regisseur Patrizio Guzman geschickt Gegenwart und Vergangenheit seines Landes und wirft einen Blick auf die letzten indigenen Bewohner. Sein Film HEIMWEH NACH DEN STERNEN hatte ihn in den Norden Chiles und in die unendliche Weiten der Atacama-Wüste geführt, wo man meint, die Sterne mit der Hand berühren zu können. In seinem neuesten Werk DER PERLMUTTKNOPF begibt sich der Filmemacher ganz in den Süden des Landes - nach Patagonien, dem Gebiet der unendlichen Fjorde und Küstenlandschaften, wo die Grenze zwischen Meer und Land sich aufzulösen scheint.

Ein kleiner Knopf ist das einzige Überbleibsel von den mehr als tausend Chilenen, die während der Diktatur hier ins Meer geworfen und auf grausame Weise ertränkt wurden. Der Knopf ist nicht aus Perlmutt, aber unter der Lupe betrachtet fällt der Rost auf, der an ihm haftet. Rost, der unmittelbar an die Geschichte des Indios Jimmy Bottons erinnert. 1830 nahm Jimmy diesen Knopf von Kapitän Fitzroy entgegen, ohne zu wissen, dass er dafür mit seiner Freiheit, Identität und letztlich auch seinem Leben bezahlen würde.

Mit atemberaubenden Bildern der Natur Patagoniens lässt Guzmán den Zuschauer die Vergangenheit dieses Landes nachspüren. Manche sagen, das Wasser habe ein Gedächtnis. Guzmán gibt ihm auch eine Stimme und erzählt die Geschichten der Ureinwohner, der englischen Seeleute und der politischen Gefangenen dieser Region Chiles.

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