Der neue Rechtsruck

Der neue Rechtsruck

Gesellschaft und Politik 

Furcht vor dem Fremden, Angst vor Muslimen, Hass auf gewählte Politiker. Immer mehr Menschen sympathisieren mit rechtspopulistischen Parteien. Schlimmer noch: In Deutschland werden derzeit rund 45 rechte Straftaten pro Tag begangen. ARTE beleuchtet in einem Schwerpunkt Ursachen und Folgen des neuen Rechtsrucks in der westlichen Welt.
Der Dokumentarfilm "Rechts, zwo, drei - Driftet Europa ab?" geht dem Phänomen in Kroatien, Polen, Deutschland und Frankreich nach. Er untersucht, wie rechtspopulistische Gruppierungen von der aktuellen Stimmungslage profitieren und Fremdenhass und Rassismus schüren. Vor diesem Hintergrund begibt sich die afrodeutsche Regisseurin Mo Asumang in ihrem Film "Die Arier" auf die Suche nach den Ursprüngen des Arier-Begriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten.
Im Anschluss zeigt "Der Prozess von Budapest" die erste lückenlose Dokumentation eines Prozesses gegen rechtsextremistische Attentäter in Ungarn. Im Jahr 2011 werden vier Männer angeklagt, Anschläge auf Roma verübt zu haben. Das Magazin "Square" widmet sich einer beunruhigenden Frage: Droht ein neuer Holocaust?

Auch um Rassismus geht es in dem essayistischen Dokumentarfilm "Broken Land". Er lässt US-Amerikaner zu Wort kommen, die direkt am Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko leben, und zeigt, wie sie auf die Migranten und ihre Schicksale reagieren.
Der preisgekrönte Spielfilm "Wir sind jung. Wir sind stark." mit Jonas Nay und Devid Striesow führt ins Rostock nach der Wende, wo 1992 rechtsextreme Randalierer tagelang Asylbewerber-Unterkünfte in Brand setzten - ein weiterer eindringlicher Beitrag zur Extremismusdebatte.

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