Der Liebespakt: Simone de Beauvoir und Sartre

Der Liebespakt: Simone de Beauvoir und Sartre

Als Simone de Beauvoir 1929 an der Sorbonne den jungen Jean-Paul Sartre kennenlernt, beginnt der untypische Frauenschwarm, sie heftig zu umwerben. Gemeinsam bereiten sie das Abschlussexamen der 'Agrégation' vor, das Simone auf dem zweiten Platz hinter Sartre und als eine der ersten Frauen überhaupt besteht. Sartre und de Beauvoir schließen einen Liebespakt, der mit den bürgerlichen Moralvorstellungen der Zeit bricht: Die beiden werden immer füreinander an erster Stelle stehen, doch Sartre möchte, dass weitere, 'kontingente', also nebensächliche, Liebesbeziehungen für ihn als Schriftsteller weiter möglich sind. Simone de Beauvoir akzeptiert den Pakt und verstößt damit gegen die Vorstellungen ihres Elternhauses. Allerdings muss sie sich nicht nur gegenüber dem Ego ihres existentialistischen Geliebten behaupten, sondern hat trotz aller revolutionären Ideen mit Eifersucht zu kämpfen. Und als sie endlich zusammen sein könnten, nimmt Sartre ein Stipendium im fernen Berlin an, weit weg von Simone. Doch nicht nur Sartre lernt andere Menschen kennen und lieben: Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, philosophischer Diskussionen und der ersten Veröffentlichungen Sartres und Beauvoirs entspinnt sich ein Netz von Liebesbeziehungen, in denen beide ihre Philosophie leben.

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