Der letzte Ritt des Häuptlings

Der letzte Ritt des Häuptlings

Es ist bitter kalt in Wounded Knee, 150 vermummte Reiter vom Stamm der Oglala haben mit ihren Pferden einen großen Kreis gebildet. Zum dumpfen Dröhnen der Powwow-Trommel singen die Lakota-Indianer ein Gebetslied. Dann reiten alle langsam zum Massengrab hinauf. Von genau dieser Stelle aus schossen am 29. Dezember 1890 Soldaten der 7. US-Kavallerie auf über 350 zuvor entwaffnete Indianer - die Vorfahren dieser Reiter. Im weiten Umkreis lagen tote Indianer, vorwiegend Frauen, Kinder und Alte, aber auch der legendäre Häuptling Big Foot. Seit 1986 reiten Lakota-Indianer jedes Jahr auf den Spuren ihrer Ahnen zu dieser Gedenkstätte, die längst ein Mahnmal für die Gräueltaten an allen Indianern Nordamerikas geworden ist. Die Dokumentation 'Der letzte Ritt des Häuptlings' begleitet die Indianer bei ihrem Ritt zur Gedenkstätte Wounded Knee. Es ist eine Herausforderung für alle, eine Woche durch Schnee und Eis im kalten Dakota, bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

Bewertung

0,0   0 Stimmen