Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht

Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht

ThrillerUSA / D / GB  

Der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) will Abenteuer erleben und reist Anfang der Siebzigerjahre nach Uganda. Dort lässt er sich von einem Missionsspital im Busch anheuern. Die Situation wird allerdings ein wenig ungemütlich, als er eine Affäre mit der Ehefrau seines Missionsleiters (Gillian Anderson) beginnt. Währenddessen hat sich in der Hauptstadt Idi Amin (Forest Whitaker) an die Regierungsspitze geputscht. Bei einem bizarren Unfall - der neue Herrscher hat mit seinem Maserati eine Kuh überfahren - trifft Garrigan Idi Amin das erste Mal. Kurz darauf bietet dieser ihm einen Job als seinen Leibarzt an. Der junge Schotte geniesst es, so nah am Zentrum der Macht zu sein. Er lässt sich nicht nur von den schnellen Autos, schönen Frauen und wilden Partys blenden, sondern auch von der charismatischen, wenn auch unberechenbaren Art Amins. Doch mehr und mehr schlägt diese in Paranoia und Wahnsinn um, und Gerüchte über Greueltaten des Diktators machen die Runde. Zudem begibt sich Garrigan noch mehr in Gefahr, als er sich in Kay Amin (Kerry Washington) verliebt, eine der Frauen des polygamen Despoten. Der ugandische Diktator Idi Amin gehört wohl zu den brutalsten afrikanischen Despoten des letzten Jahrhunderts und soll bis zu 500 000 Menschen auf dem Gewissen haben. Seine unberechenbare und selbstverliebte Art hat der deutsche Cineast Barbet Schroeder bereits 1974 im Dokumentarfilm 'Général Idi Amin Dada: Autoportrait' abgebildet. Diese Ambivalenz der Macht - zwischen Charisma und Wahnsinn -, die der ehemalige Schwergewichtsboxer Idi Amin verkörperte, hat auch den schottischen Regisseur Kevin Mcdonald interessiert. Mcdonald wurde als Dokumentarfilmer bekannt, unter anderem mit dem Oscar-gekrönten 'One Day in September'. Auch in 'The Last King of Scotland', der auf dem gleichnamigen Roman von Giles Foden beruht, ging es ihm um Authentizität.

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