Davos von Kirgistan

Davos von Kirgistan

Der Davoser Hans-Peter Pleisch, 65, hat in Kirgistan ein marodes Skigebiet aus Sowjetzeiten zu neuem Leben erweckt - mit ausrangiertem Material aus der Schweiz. Sessellifte, Pistenfahrzeuge und Schneekanonen ließ er per Lastwagen nach Zentralasien transportieren. 'Orlovka' heißt das kleine Skigebiet, und auf den ersten Blick wähnt man sich in der Schweiz, genauer in Davos. Nicht nur, dass alle 50 Angestellten in original gelb-blauen Skianzügen aus Davos herumlaufen, auch sonst stammt nahezu alles aus der Schweiz. Pleisch war zuletzt Geschäftsführer der Davos Klosters Bergbahnen AG, ehe er 2006 von seinem Posten zurücktrat. Kurz darauf rief ihn die Europäische Entwicklungsbank nach Orlovka. Die Bank wollte wissen, ob es sich lohne, ein ehemaliges Skigebiet aus Sowjetzeiten wieder aufzubauen. Als die Entwicklungsbank nicht investieren wollte, stieg der Bündner selbst mit 500.000 Franken Privatvermögen ein. Zusammen mit zwei kirgisischen Partnern hat Pleisch das Skigebiet seither schrittweise wieder aufgebaut. Die Dokumentation 'Davos von Kirgistan' zeigt, 'wie ein Schweizer Bergbahnunternehmer ein Land nach oben bringt'.

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