Das Wunder von Chile - Rettung nach 70 Tagen

Das Wunder von Chile - Rettung nach 70 Tagen

Nach Schätzungen der Internationalen Föderation der Chemie-, Energie-, Bergbau- und Fabrikarbeitergewerkschaften mit Sitz in Genf kommen jedes Jahr 12.000 Bergleute bei ihrer Arbeit ums Leben. Auch den 33 Kumpeln der Kupfermine von San José in der chilenischen Atacama-Wüste drohte dieses Schicksal. Am 5. August 2010 wurden die Männer in rund 700 Metern Tiefe verschüttet. Dass sie sich in einen Schutzraum flüchten konnten, erfuhren Bergungsteams und Angehörige allerdings erst 17 Tages später. Ein Rettungsbohrer traf auf den Schutzraum, und die Eingeschlossenen konnten einen Zettel mit einer Botschaft nach oben schicken: 'Estamos bien en el refugio los 33' (Uns 33 geht es im Schutzraum gut). Mitten in der Dunkelheit der Tragödie von San José leuchtete auf einmal ein Licht der Hoffnung auf! Die Geschichte der chilenischen Kumpel ging von da an um die Welt. NATIONAL GEOGRAPHIC dokumentiert die spektakulären Rettungsarbeiten der folgenden Monate in der spannenden Dokumentation 'Das Wunder von Chile - Rettung nach 70 Tagen'. Freiwillige aus aller Welt kamen zur Mine um zu helfen. Gigantische Bohrer, die sonst bei der Erdölförderung zum Einsatz kommen, wurden in Stellung gebracht, die Wände des Rettungsschachts mussten stabilisiert, die Bergleute in der Tiefe mit Wasser, Nahrung und Medikamenten versorgt werden. Am 13. Oktober 2010, viel früher als erwartet, war es so weit: Mit Hilfe einer Rettungskapsel wurden die Verschütteten durch einen Schacht nach oben gezogen. In Anlehnung an die legendäre Rettungsaktion im niedersächsischen Lengede wurde das Ganze in Deutschland 'Das Wunder von Chile' genannt.

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