Das Mindestlohn-Experiment

Das Mindestlohn-Experiment

Wirtschaft und Konsum 

Jeder in Deutschland soll von seinem Lohn leben können - keiner, der eine 40-Stunden Woche absolviert, soll weniger als 1.360,00 Euro pro Monat verdienen. Tatsache ist: Nicht einmal fünf Prozent der ArbeitnehmerInnen haben durch den neuen Mindestlohn tatsächlich mehr Geld in der Tasche, denn die Tariflöhne in den meisten Branchen liegen in der Regel längst darüber. Wie kann der Mindestlohn da Ausbeutung verhindern? Oder gar Unternehmer in den Ruin treiben?

Die WDR-story begleitet einen Arbeitssuchenden auf seiner Bewerbungstour durch Nordrhein-Westfalen. Der gelernte Koch nimmt jeden Job an, den er kriegen kann. Egal ob als Kurierfahrer, Reinigungskraft oder Tankstellen-Aushilfe - der 32-Jährige fühlt der Niedriglohn-Branche auf den Zahn. Friseurbesuche, Backwaren und Taxifahren sind seit Einführung des Mindestlohnes im Durchschnitt teurer geworden. Mancherorts sogar bis zu 39 Prozent. Das könnte die Umsätze einbrechen lassen. Treibt der Mindestlohn also Taxifahrer, Friseurinnen und andere in die Arbeitslosigkeit? Auch diesen Aspekt wird der Film beleuchten.

Die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Mindestlohn wird von Zoll-Beamten kontrolliert, die bisher vor allem gegen Schwarzarbeit vorgingen. Wir begleiten sie bei ihren Einsätzen. Am Ende zieht unser Test-Bewerber Bilanz und beantwortet die Frage: Wird der Mindestlohn tatsächlich überall bezahlt?

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