Das Mädchen, das durch die Zeit sprang

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang

Die 17-jährige Makoto ist im Stress: In der Schule läuft es gerade nicht so gut, und dann gesteht ihr bester Freund Chucky ihr auch noch seine Zuneigung. Verwirrt und überfordert entdeckt Makoto, dass sie in der Zeit zurückspringen kann. Als sie ihre Fähigkeit immer häufiger für egoistische, aber wohlgemeinte kleine Manipulationen einsetzt, muss sie erkennen, dass sie die Folgen weder absehen noch tragen kann. Nach diversen Wirrungen wird sie sich ihrer Gefühle für Chucky bewusst, der selbst ein Zeitreisender ist und dem sie aufgrund ihrer Spielereien die Rückkehr in seine Zeit - eine düstere Zukunft - verbaut hat. Makoto erkennt, dass 'die Zeit auf niemanden wartet' und sie Verantwortung übernehmen muss, statt Dinge einfach nur ungeschehen machen zu wollen. Das oft bearbeitete Motiv der Zeitreise und die damit verbundenen Konsequenzen werden in dem Anime 'Das Mädchen, das durch die Zeit sprang' auf ebenso beeindruckende wie anspruchsvolle Weise bearbeitet und in den Kosmos eines japanischen Teenagers verlagert, dessen Lebenswelt neben den üblichen pubertären Sorgen von großem Leistungsdruck und ernsthaften Zukunftsängsten geprägt ist. Der Film zeichnet sich durch einen langsamen, fast elegischen Erzählrythmus und ein herausragendes Artwork von großer Detailgenauigkeit aus. In Japan wurde er 2006 zum Überraschungserfolg und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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