Das Hotel der wilden Tiere

Das Hotel der wilden Tiere

In der Wildtierauffangstation Lüneburger Heide werden jedes Jahr Tausende tierische Patienten aufgepäppelt. Jetzt herrscht dort eine Riesenaufregung, denn die 'Wohngemeinschaft der wilden Tiere' muss dringend umziehen. Die alte Station ist zu klein geworden. Nun gehen also Hunderte wilde Tiere auf Tour in ihr neues Zuhause: Esel, Eichhörnchen, Schafe, Katzen, Hunde und auch die Exoten wie Reptilien und Papageien. Für Stationsleiterin Diana Erdmann und ihr Team bedeutet das jede Menge Arbeit. Denn nicht jedes Tier hat Lust auf Umzugsstress. Seit sechs Jahren leben die französischen Poitou-Esel Marie und Pierre in der Station. Die beiden sind schwer an Tierfreunde vermittelbar. Auch wenn sie sich in ihrem Käfig befinden, sind sie noch mit Vorsicht zu genießen und dazu echte Gewohnheitstiere. Wie kriegt man sie bloß in den Pferdeanhänger? Und dann soll sich das störrische Paar auf dem neuen Gelände auch noch mit zwei Pferden anfreunden. Die beiden Pferde sind auf dem früheren Reiterhof mit Gaststätte geblieben, der nun zur Tierstation umfunktioniert wird. 17 Hektar umfasst das Areal mit Teich, Sauna, Solarium und Schwimmbad. Der Pool wird das neue Zuhause der Schildkröten. Doch wo sollen die gefährlichen Schnappschildkröten hin? Auch bei den Schlangen wird immer wieder nachgezählt, ob alle noch da sind, damit bloß kein giftiges Exemplar während der Umsiedlung ausbüxt. Im Papageienkäfig herrscht dagegen heute Hochstimmung. Mario Romano ist da: Er ist der 'Vogelflüsterer' und Papageien-Psychologe der Station und unterstützt die Tiere mental beim Umzug in den ehemaligen Wintergarten des Hotels. Diana Erdmann hat gerade ganz andere Sorgen: In den ehemaligen Suiten des Gebäudes ist die Heizung ausgefallen. Eigentlich sollten da die rund 60 Katzen wohnen. Vielleicht können sie zur Zwischenmiete in das Kaminzimmer? Aber Vorsicht ist geboten, denn nebenan sind schon die Hunde einquartiert. Da droht Katzenjammer. Die Stationsleiterin und ihr Team müssen die Gebäude nach und nach tiergerecht umrüsten. Das kostet Zeit, Geld und jede Menge Nerven. 'Wird schon', sagt Diana Erdmann, 'immer einen Schritt nach dem anderen - schließlich habe ich nur zwei Beine!' Die Dokumentation berichtet über einen Um- und Einzug von Tieren in ihr neues Heim, den es so im Norden noch nicht gegeben hat.

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