Das Geschäft mit dem Kinderwunsch

Das Geschäft mit dem Kinderwunsch

Über zwei Millionen Paare in Deutschland sind ungewollt kinderlos und suchen Hilfe, die Tendenz ist steigend. In Deutschland gibt es mittlerweile 128 Kinderwunschkliniken, fast doppelt so viele wie Anfang der 1990er-Jahre. Der Kinderwunsch vieler Paare eröffnet einen Milliardenmarkt für Hoffnungsbringer: Pharmaindustrie, Kliniken, Ärzte und Heilpraktiker - das Angebot reicht bis hin zum Fruchtbarkeitsyoga. Dabei ist längst nicht jedes Angebot sein Geld wert. Doch je verzweifelter der Kinderwunsch, desto tiefer greifen Paare in die Tasche. Und wenn in Deutschland alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, werden viele von Erfolg versprechenden Angeboten ins Ausland gelockt. '45 Min' geht den Fragen nach: Wer verdient beim Geschäft mit dem Kinderwunsch? Gibt es falsche Versprechen und welche Angebote sind seriös? Der Film begleitet drei ganz unterschiedliche Paare bei ihrem Versuch, ein Kind zu bekommen. Bei ihnen ist nicht nur die emotionale Situation angespannt, sie alle investieren auch viel Geld. Denn die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur die Hälfte der teuren Kinderwunschbehandlung. Und das auch nur für Ehepaare und nur für drei Versuche. Seit 2013 beteiligen sich vier Bundesländer, eines davon ist Niedersachsen, am Bundesprogramm zur Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit und helfen den Paaren zusätzlich finanziell. '45 Min' spricht mit der niedersächsischen Familienministerin und fragt, warum das Land Niedersachsen eine finanzielle Unterstützung anbietet und was sich die Politik davon verspricht. Die Autorinnen begleiten die Paare bei ihren Versuchen, schwanger zu werden, und erleben, wie groß die emotionale Belastung für sie ist. Einige Paare, die in Deutschland mit ihrer Kinderwunschbehandlung keinen Erfolg haben, gehen ins Ausland, zum Beispiel nach Tschechien. Hier sind die Behandlungen zumeist etwas preiswerter und deutsche Gesetze werden umgangen. Doch ist das eine Lösung?

Bewertung

0,0   0 Stimmen