Das Geheimnis der Digedags - Kult-Comic aus der DDR

Das Geheimnis der Digedags - Kult-Comic aus der DDR

Dig, Dag und Digedag. Die Digedags. Das sind die drei anarchistischen Kobolde, die Generationen von DDR-Kindern in ihr Herz geschlossen haben. Die legendäre ostdeutsche Comiczeitschrift "MOSAIK" fesselte die jungen DDR-Bürger mit Geschichten aus unerreichbaren Ländern und fernen Zeiten. Heute sind die alten Ausgaben heißbegehrtes Sammlerobjekt.

Alle vier Wochen standen die Fans in langen Schlangen vor den Zeitungskiosken der Republik, um sich die neue Ausgabe des MOSAIK zu sichern. Die Auflage von 600.000 Heften hielt der Nachfrage nicht stand: Beispiellos für DDR-Verhältnisse: bunt, schillernd, unangepasst und scheinbar komplett unabhängig von sozialistischer Erziehungsdoktrin ist die freche Erfolgsgeschichte dieses Comics eine verblüffende und auch geheimnisvolle Story.

Ab Mitte der fünfziger Jahre erscheint das von Millionen gelesene Comic 20 Jahre lang. Bis zum mysteriösen "Verschwinden" der Digedags. Spätestens da wird ein Mythos geboren. Es heißt, Hannes Hegen, der Schöpfer des MOSAIK, sei gestorben. Oder im Westen? Jeder im Osten kannte das MOSAIK, aber kaum jemand weiß etwas über die Macher. Legenden ranken sich bis heute um Hannes Hegen. Trotz seiner Prominenz ist kaum etwas über den zurückgezogenen Künstler und "Walt Disney des Ostens" bekannt. Wer war dieser Hannes Hegen, der nach dem Ende der Digedags über Jahrzehnte niemanden an sich heran ließ? Erst kurz vor seinem Tod im Jahr 2014 stimmt Hegen diesem Film zu, hinterlässt uns sein nie gesehenes Filmmaterial und die bewegende Geschichte hinter dem MOSAIK.

Der Film zeigt die frühesten Archivbilder der Bild-Manufaktur der MOSAIK-Hefte, gibt Einblick in die legendäre "Familiengeschichte" der Zeichner und Texter, die hinter Hannes Hegen standen. Bis zum Ende der Digedags. Er erzählt von Freundesverrat und zutiefst Menschlichem. Von der Erschaffung und Zerstörung eines großen Werkes, das bis heute Kult ist.

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