Coco Chanel & Igor Strawinsky

Coco Chanel & Igor Strawinsky

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Paris, 1913: Im Théâtre des Champs-Élysées in Paris findet die Uraufführung von Igor Stravinskys epochemachender Komposition 'Le Sacre du Printemps' statt. Coco Chanel besucht die Vorführung und ist fasziniert. Aber das revolutionäre Stück ist zu modern, zu radikal: Die Premiere wird zu einem gigantischen Skandal. Stravinsky ist am Boden zerstört. Sieben Jahre später - Coco Chanel ist inzwischen wohlhabend, angesehen und eine erfolgreiche Modeschöpferin - begegnen sich die beiden wieder. Die Anziehungskraft zwischen ihnen ist sofort spürbar und elektrisierend. Coco Chanel bietet Stravinsky, der seit der Russischen Revolution als Flüchtling im Pariser Exil in ärmlichen Verhältnissen lebt, an, in ihre Villa in Garches bei Paris zu ziehen, um dort in Ruhe arbeiten zu können. Stravinsky nimmt Chanels großzügige Offerte an und zieht mitsamt seiner vier Kinder und seiner an Schwindsucht erkrankten Gattin in die Villa. Dort entwickelt sich zwischen den beiden höchst kreativen Menschen eine leidenschaftliche Liebesaffäre. Der Spielfilm 'Coco Chanel & Igor Stravinsky' von Jan Kounen besticht durch seine ausgefeilte Ästhetik. Sorgfältig ausgewählte Drehorte, Villen und Dekors sowie aufwendige Konzertszenen lassen die Atmosphäre der Zeit aufleben. Zugleich wird man in die leidenschaftliche und erotische Liebesgeschichte zweier exzentrischer Künstler und in die von Rivalität geprägte Beziehung der beiden Frauen hineingezogen. Die Produktion, die 2009 als Abschlussfilm des Festivals von Cannes Premiere hatte, wurde unterstützt von Karl Lagerfeld und dem Modekonzern Chanel, die dem Filmteam ihre Archive und Kollektionen zur Verfügung stellten. Außerdem erhielt das Team Zugang zu dem berühmten Apartment von Coco Chanel in der Rue Cambon 31 in Paris. Neben der Musik Stravinskys sorgt Gabriel Yared ('Der englische Patient') für einen bemerkenswerten Soundtrack. Anna Mouglalis, die auch für Chanel Werbung machte, spielt die Rolle der Coco Chanel. Die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg - ein toter Winkel in der Geschichtsschreibung. Denn ebenso wie der Erste Weltkrieg viele bahnbrechende Entwicklungen aufgehalten hat, so hat er auch den Blick auf die Jahre davor verstellt. Die 3sat-Themenwoche 'Europa am Abgrund' (18.
27.1.2014) blickt deshalb nicht nur auf den Ersten Weltkrieg, dessen Beginn sich 2014 zum 100. Mal jährt, sondern besonders auf den Zeitraum davor, in dem Europa ins Wanken geriet. Als nächste Beiträge dieser Themenwoche folgen im Anschluss um 22.10 Uhr der erste Teil der dreiteiligen Reihe 'Der taumelnde Kontinent' und um 22.55 Uhr Igor Strawinskis Tanzstück 'Le Sacre du Printemps' in der Choreografie von Pina Bausch.

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