Christian Zacharias spielt Beethovens 2. und 3. Klavierkonzert

Christian Zacharias spielt Beethovens 2. und 3. Klavierkonzert

Das Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur, Opus 19, wurde zwar nach dem 1. Konzert in C-Dur fertiggestellt, doch Beethoven hatte bereits lange vorher, Ende der 1780er Jahre, mit der Komposition begonnen. Er arbeitete das Werk mehrmals um, bevor es dann 1798 seine endgültige Form annahm. 1795 ersetzte der Komponist beispielsweise das Rondo , das unter op. 6 katalogisiert wurde , durch den heute gespielten Schlusssatz. Die Orchestrierung ohne Klarinetten, Trompeten und Pauken fällt kleiner als bei den 'großen' Konzerten von Mozart aus, was wahrscheinlich an den begrenzten Möglichkeiten lag, die Beethoven zu Kompositionsbeginn in Bonn hatte. Beethoven schrieb nur ein einziges Klavierkonzert in einer Molltonart: das Klavierkonzert Nr. 3, op. 37, in c-Moll aus dem Jahr 1803. Als Vorbild dienten ihm Mozarts Klavierkonzerte in d-Moll und c-Moll. Die Ausgestaltung des Themas ist typisch für Beethoven. Besonderen Wert legte er auf Motive mit Notenwiederholungen, die sich immer mehr steigern und im Rondo ihren Höhepunkt finden. Zudem fließen einige neue Erfindungen in die Komposition ein: Die durch die zahlreichen Pausen noch verstärkte packende Spannung in den ersten Takten, der dramatische Einsatz des Klaviers mit einer Tonleiter über drei Oktaven und der Dialog zwischen Solistenpauken und Klavier in den letzten Takten nach der Kadenz. Das Largo ist der gefühlvollste Satz, was unter anderem auf die Wahl von E-Dur statt des zu erwartenden, konventionelleren e-Moll zurückzuführen ist. Durch das gesamte Werk zieht sich ein musikalisches Thema, das allen Motiven zugrunde liegt. Christian Zacharias und das Kammerorchester Lausanne, dessen Leiter er seit 2000 und bis zum Herbst 2013 ist, bringen auch diese Konzerte klangvoll zur Aufführung.

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