Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück

Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück

KomödieUSA / GB / F / IRL  

Sie raucht, trinkt, futtert zu viel Süßes, flucht wie ein Kesselflicker und - sie ist Single. Bridget Jones entspricht so gar nicht dem Frauenideal, das Werbung und Hollywood vorgaukeln. In Sharon Maguires Kinoadaption des Erfolgsromans von Helen Fielding will Bridget endlich ihren Traumprinzen finden, doch dazu muss sie sich erst zwischen zwei Fröschen entscheiden. Bridget Jones (Renée Zellweger) ist Anfang dreißig und hat ein loses Mundwerk. Weil sie weder bei Männern noch bei ihrer Arbeit besondere Erfolge verbuchen kann, betrachtet die Londonerin ihr Leben als ziemlich beklagenswert. Andererseits mag sie sich aber so, wie sie ist, und die überflüssigen Ratschläge ihrer selbstzufriedenen Freunde gehen ihr mächtig auf den Keks. Als sie nach einer Silvesterfeier wieder einmal allein aufwacht, beschließt Bridget, dass sie ihn jetzt endlich finden muss - den Mann ihres Lebens. Und zwar sofort. Zwei Kandidaten hat sie schon ausgemacht. Da ist zum einen ihr Chef Daniel Cleaver . Der ist klug, sieht verboten gut aus und hat Bridget so den Kopf verdreht, dass sie sich in seiner Gegenwart andauernd blamiert. Leider ist Daniel aber ein hoffnungsloser Egoist, scheut Verantwortung und jagt jedem Rock nach. Zum anderen hat Bridget Mark Darcy an der Hand, einen netten, höflichen Mann, mit dem ihre Eltern sie schon verkuppeln wollten. Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen funkte es zwar überhaupt nicht, aber mit der Zeit offenbart Mark seine Qualitäten. Als Bridget jedoch unversehens mit Daniel im Bett landet, wird es immer komplizierter. Ihr Debüt gab Bridget Jones 1995 in einer Kolumne in der britischen Tageszeitung "The Independent". Helen Fieldings wöchentliche Geschichten aus dem chaotischen Leben einer Singlefrau trafen den Nerv der Zeit. Bereits im Jahr darauf baute Fielding die Kolumne zum Roman aus und landete einen internationalen Bestseller. In der Verfilmung wird das dralle, urbritische Original ausgerechnet von einer zierlichen Texanerin verkörpert: Renée Zellweger. Der Film konnte nahtlos an die Erfolgsgeschichte von Kolumne und Roman anknüpfen. Allein in Deutschland verfolgten ihn fast vier Millionen Kinozuschauer. Die "Hörzu" bezeichnete "Bridget Jones" als "ersehnten Lichtblick im Sumpf unzähliger Single-Komödien". Wie sich Bridget unerschütterlich an den Tücken der Realität abarbeitet, das schildert der Film mit Verve, Wärme und Aberwitz. Die Figuren und ihr Milieu sind treffend beschrieben, wie auch die Schauspieler stets den richtigen Ton finden; allen voran Renée Zellweger, die in ihrer Rolle als drollig-hintersinniger Single Nominierungen für Golden Globe und Oscar einheimsen konnte. In einer Nebenrolle ist übrigens Honor Blackman zu sehen, den meisten besser bekannt als "Bond"-Girl Pussy Galore aus "Goldfinger".

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