Biberalarm in den Rocky Mountains

Biberalarm in den Rocky Mountains

Jackson Hole hat ein Biberproblem. Nach einem langen harten Winter bricht im Grand Teton Nationalpark in Wyoming die Eisdecke und die Biber tauchen aus ihren Burgen an die Oberfläche. Sie sind auf der Suche nach frischem Futter. Das ist dringend nötig, denn eine neue Generation Biber ist in den Wintermonaten zur Welt gekommen. Nun muss die ältere Jungengeneration, die jetzt geschlechtsreif ist, aufbrechen und sich ein eigenes Revier suchen. Nur sechs Monate ist Zeit, die geeignete Wasserwelt zu finden, eine Burg zu bauen, einen Partner zu finden und genug Futtervorräte anzulegen, um den Winter zu überstehen. Biber sind nicht nur die größten Nager Nordamerikas, sie sind auch ein Symbol für die Eroberung des Kontinents. Die ausgezeichneten Schwimmer leben vor allem in Teichen und an Wasserläufen. Bis zu 32 Kilogramm können sie schwer und 24 Jahre alt werden. Die Wasserläufe im malerischen Tal Jackson Hole sind für Biber ein idealer Lebensraum. Doch allzu oft kommen gerade die unerfahrenen jungen Biber, zu nahe an die Stadt Jackson. Im Teton County in Wyoming bangen die Grundbesitzer ständig um ihre ordentlich angelegten Teiche und um die eigens gepflanzten teuren Bäume. Wie ein wahres "Biber Schlaraffenland" präsentieren sich diese Anwesen. Nicht nur, dass sie Bäume fällen, die umtriebigen Taucher verstopfen beim Bau ihrer Dämme auch die Abflusskanäle. Dadurch werden Landstriche geflutet - aber auch die Gebäude sind in Gefahr. Kein Wunder also, dass die Bevölkerung nach Abhilfe verlangt.

Drew Reed ist Naturschützer und besonders um das Wohlergehen der Biber bemüht. Mit ihrem natürlichen Verhalten richten die Biber aus "Menschensicht" zwar Schaden an, in anderen Gebieten schaffen sie mit ihrem Dammbau aber Lebensraum für viele andere Wildtierarten. Mit Lebendfallen versucht der "Bibersheriff" die fleißigen Baumeister einzufangen, um sie dann, weit weg von der Stadt, in einem Territorium wieder frei zu lassen, wo sie willkommen sind und ganz ungestört ihrer Bautätigkeit nachgehen können. Für den "Bibersheriff" ist es immer ein neues Abenteuer die gewieften Tiere einzufangen - denn nicht alle Tiere lassen sich von Drews duftenden Lockmitteln ködern - dem Bibergeil. Das Drüsensekret dient zur Markierung des Reviers. Bis ins 19. Jahrhundert wurde es in der Medizin als Mittel gegen Krämpfe verwendet. Und auch Biberfell war damals so gefragt, dass es sogar als Zahlungsmittel akzeptiert wurde. Die große Nachfrage nach Bibergeil und Biberfell führte dazu, dass die Tiere nahezu ausgerottet wurden. Umso wichtiger ist die Arbeit des engagierten Tierschützers, der mit seiner Arbeit auch dafür sorgt, dass die nützlichen Tiere die Au Landschaften in Schuss halten. Diese BBC-Dokumentation mit viel Wild-West-Flair begleitet den Bibersheriff im Grand Teton Nationalpark auf seiner Mission durch Nordamerikas eindrucksvolle Landschaft am Fuße der Rocky Mountains. Wie kniffelig es sein kann, die Nagetiere dorthin zu schaffen, wo sie den Menschen nicht in die Quere kommen, zeigt "Biberalarm in den Rocky Mountains".

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