betrifft: Das Projekt Nationalpark im Schwarzwald - Wie entscheidet sich der Südwesten?

betrifft: Das Projekt Nationalpark im Schwarzwald - Wie entscheidet sich der Südwesten?

In der Eifel, im Bayerischen Wald und elf weiteren Gegenden Deutschlands gibt es ihn schon, nun soll es ihn auch in Baden-Württemberg und in Rheinland Pfalz geben: einen Nationalpark. Doch an dem Projekt scheiden sich die Geister. Sowohl Befürworter als auch Nationalparkgegner sind sich sicher, die besseren Argumente zu haben. Im Nordschwarzwald soll zum Schutz wertvoller Naturlandschaften ein Schutzgebiet von zehn mal zehn Kilometern Fläche entstehen, das sorgt für einen Aufruhr, wie ihn das weltberühmte Mittelgebirge bislang nicht erlebt hat. In Rheinland-Pfalz ist der Standort des Nationalparks zwar noch ungewiss, aber auch hier stoßen die Pläne nicht nur auf Gegenliebe. Das SWR Fernsehen widmet sich in einer 90-minütigen Dokumentation diesem kontroversen Thema. Das Team von 'betrifft' hat über zwei Jahre über die Auswirkungen eines möglichen Nationalparks recherchiert und geht vor Ort der Frage nach, wie sich die Menschen im Südwesten wohl entscheiden werden: für oder gegen das Projekt Nationalpark? SWR-Wissenschaftsjournalist Axel Wagner begleitet mit seinem Kamerateam Menschen aus dem Nordschwarzwald und findet Belege, dass es bei der Diskussion um weit mehr geht, als um das Für und Wider eines möglichen Nationalparks. Es geht um Grundsätzliches: Wie wollen die Menschen Südwestdeutschlands in Zukunft mit ihrer belebten Umwelt umgehen? 'Natur Natur sein lassen' lautet das Credo der Nationalparkbefürworter. Die Gegner wiederum glauben, dass der Wald nur durch die pflegende Hand des Menschen erhalten werden kann. Die Auseinandersetzung, die so derzeit im Schwarzwald tobt, könnte es bald ganz ähnlich auch in Rheinland-Pfalz geben. Hier ist der Soonwald im Hunsrück als Nationalpark im Gespräch. In Baden-Württemberg sind die Argumente der Beteiligten vielfältig: Die Projektbefürworter sehen die Chance, ein einmaliges Ökosystem mit großer Artenvielfalt zu schaffen. Widerstand kommt aus Teilen der Forstwirtschaft, der Sägeindustrie und Lokalpolitik.

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