Betriebsstörung - Macht die Bahn noch mobil?

Betriebsstörung - Macht die Bahn noch mobil?

WirtschaftsdokuD  

Die Deutsche Bahn macht Negativschlagzeilen: unpünktlich, überlastet, teuer - und jetzt auch noch mit verhagelter Bilanz. Bahnchef Grube braucht Geld, um fehlendes Personal einzustellen und um die Infrastruktur instand zu setzen. Rund 30 Milliarden Euro fehlen der Bahn, um bröselnde Brücken, Schienen und Stellwerke zu erneuern, klagt Grube. Wer hat eigentlich Schuld am miserablen Bild der Bahn? Die Bahn von heute? Ex-Bahnchefs wie Dürr oder Mehdorn, die mal in die eine, mal in die andere Richtung steuerten? Oder die Politik, die der Deutschen Bahn nicht genug Finanzmittel bereit stellt und ihr eine klare Marschrichtung verordnet. Schließlich gehört die Deutsche Bahn zu hundert Prozent dem deutschen Staat. Doch zu gerne tauchen Politiker wie wechselnde Verkehrsminister ab, wenn die Bahn in die Kritik gerät. Benedikt Weibel, Ex-Schweizer Bahnchef und europäischer Spitzen-Bahnmanager, meint die Antwort zu kennen. Es fehle an der Wertschätzung für die Bahn seitens der Politik. Anders in der Schweiz - dort wird pro Kopf fünfmal so viel in das Bahnnetz investiert wie hier und in der Pünktlichkeitsstatistik lässt die Schweiz die Deutsche Bahn weit hinter sich. Die Doku sucht nach den Hintergründen des Bahnärgers, ist unterwegs mit Pendlern, in überfüllten Zügen, auf maroden Bahnhöfen und befragt Bahnmanager und Politiker: Warum haben wir hier keine bessere Bahn? Und wenn die Aufgaben zu Hause schon nicht befriedigend erledigt werden, warum tummelt sich der DB-Konzern rund um den Globus mit seinen Geschäften? Benedikt Weibel ist zusammen mit dem Filmteam unterwegs auf Schienen und zeigt, was man von den Schweizer Nachbarn lernen kann.

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