Begegnungen am Ende der Welt

Begegnungen am Ende der Welt

DokumentationUSA / D  

Jeder Bewohner der Forschungsstation McMurdo in der Antarktis ist auch Abenteurer und hat seine Anekdoten zu erzählen. Ob es die Forscherin ist, die bei einer Expedition in Afrika nur knapp dem Tode entkommen ist und später in Südamerika tagelang auf der Ladefläche eines LKWs in einem Abflussrohr ausharren musste. Oder der Pinguinforscher, der über den - auch unter Pinguinen auftretenden - Wahnsinn spricht und dann in einer der anrührendsten Szenen des Films auf einen Pinguin zeigt, der aus eigenem, unerforschlichem Ratschluss allein in die Eiswüste und damit in den sicheren Tod zieht. Der Dokumentarfilm 'Begegnungen am Ende der Welt' ist voller Geschichten und bietet kleine und große Entdeckungen. Regisseur Werner Herzog beweist viel Gespür für Menschen und Landschaft. Er entführt den Zuschauer in eine andere Welt, macht ihn selbst zum Entdecker und Beobachter. Doch obwohl es Herzog vor allem um die Menschen geht, lässt ihn auch die Landschaft nicht los. Er führt den Zuschauer an Orte, wie er sie so noch nie gesehen hat. In poetischen Bildern fängt Herzog die beeindruckende Schönheit der Landschaft am Ende der Welt ein - über und unter Wasser. Vor allem die bizarren Unterwasseraufnahmen, die tief unter dem ewigen Eis entstanden, lassen den Zuschauer in eine fremde, unwirklich schöne, aber auch sehr unwirtliche Welt eintauchen. Diese Unterwasserwelt wirkt wie ein fremder, karger Planet.

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